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Horst Dohm Eisstadion: Alle Infos zu Events, Tickets & Anfahrt

Das Horst-Dohm-Eisstadion in Schmargendorf ist mit rund 6.170 Quadratmetern eine der größten Eisflächen Berlins – doch kaum jemand verrät ehrlich, wann es voll wird, was es wirklich kostet und warum im Sommer geschlossen ist. Ein langjähriger Besucher teilt seine Erfahrungen.

Horst Dohm Eisstadion: Alle Infos zu Events, Tickets & Anfahrt

Das Horst-Dohm-Eisstadion in Berlin: Was Sie vor Ihrem Besuch wissen sollten

Es ist ein Sonntagmorgen im Februar, minus drei Grad, und auf dem Parkplatz an der Fritz-Wildung-Straße stehen schon Autos in zweiter Reihe. Vor mir ein Vater, der seinem Sohn die Schlittschuhe hinterherträgt, hinter mir eine Gruppe Jugendlicher, die sich lauthals über den Eintrittspreis streitet. Innen dröhnt die Halle längst.

Das Horst-Dohm-Eisstadion ist keine kleine Nachbarschaftsbahn. Es ist eine der größten Eisflächen der Stadt, ein Ort, an dem an guten Wochenenden mehr Menschen über das Eis schieben als mancherorts in ein ganzes Dorf passen. Und doch gibt es kaum eine Seite im Netz, die einem ehrlich sagt, was das konkret bedeutet: Wann ist es voll? Was kostet es wirklich? Und warum ist das Ding im Sommer zu?

Ich bin seit mehreren Wintern regelmäßig dort, habe mich mehrfach über geschlossene Türen geärgert und mir irgendwann angewöhnt, vorher anzurufen. Das hier ist das, was ich in dieser Zeit gelernt habe.

Wichtige Erkenntnisse

  • Das Stadion liegt in Schmargendorf, im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, und ist über die Sportanlage Forckenbeckstraße erreichbar.
  • Die Eisfläche umfasst rund 6.170 Quadratmeter – inklusive eines 400-Meter-Rundkurses, wie er für den Eisschnelllauf angelegt wurde.
  • Der Betrieb ist saisonal. Im Winter wird gelaufen, im Sommer wird die Fläche anderweitig genutzt.
  • Die Anlage hat in ihrer Geschichte mehrere längere Renovierungsphasen durchlaufen – wer fest plant, sollte den aktuellen Status prüfen.
  • Wer häufig kommt, fährt mit einer Mehrfach- oder Saisonkarte deutlich günstiger als mit Einzeltickets.

Ein Bau aus den Siebzigern, der immer noch Maßstäbe setzt

Am 29. November 1974 wurde die Bahn eröffnet, damals noch unter dem Namen Eisstadion Wilmersdorf. Der Architekt Werner Deyle hatte eine Anlage entworfen, die nicht nur zum Vergnügen gedacht war: Die 400-Meter-Ringbahn folgt den Maßen einer olympischen Eisschnelllaufstrecke. Eine zweite, kleinere Fläche daneben war für den Eislauf und den künstlerischen Bereich vorgesehen.

Was mich daran bis heute beeindruckt: Diese Bahn ist keine Attraktion, die man nebenbei hingestellt hat. Sie ist ein Sportbau. Das merkt man, wenn man an einem frühen Morgen dort ist und neben Hobby-Schlittschuhläufern plötzlich Leute ihre Runden drehen, für die das hier Training ist und nicht Freizeitvergnügen.

Warum heißt das Stadion eigentlich Horst-Dohm?

Horst Dohm war ein Berliner Kommunalpolitiker aus Charlottenburg-Wilmersdorf. Solche Umbenennungen sind selten spektakulär, aber sie erklären, warum Sie bei der Suche nach dem alten Namen „Eisstadion Wilmersdorf" auf dieselbe Adresse stoßen. Der Name hat sich geändert, die Bahn ist geblieben.

Anfahrt und Parken: der unterschätzte Teil des Besuchs

Die Adresse lautet Fritz-Wildung-Straße 9, 14199 Berlin. Klingt unspektakulär, ist aber der Punkt, an dem die meisten Besucher am Samstag verzweifeln.

Anfahrt und Parken: der unterschätzte Teil des Besuchs

Mit dem Auto anreisen heißt: früh sein. Die Parkplätze rund um die Sportanlage sind an schönen Wintertagen schnell weg, und in den umliegenden Wohnstraßen gilt das übliche Berliner Anwohnerparken. Ich habe einmal eine gute halbe Stunde gebraucht, um einen Platz zu finden, und bin danach zehn Minuten zu Fuß gegangen. Seitdem fahre ich mit S-Bahn und Bus an. Die Verbindungen sind ordentlich, und man spart sich das Theater.

Für alle, die trotzdem fahren: Rechnen Sie mit einem Fußweg. Wer direkt vor der Tür parken will, kommt entweder eine Stunde zu früh oder gar nicht.

Öffnungszeiten: warum eine feste Uhrzeit nie die ganze Wahrheit ist

Die Bahn ist kein Freibad mit von morgens bis abends offener Kasse. Öffentlicher Laufbetrieb und Trainingszeiten für Vereine wechseln sich ab, und die genauen Zeiten ändern sich von Saison zu Saison. Genau das ist der Grund, warum ich aufgehört habe, mich auf alte Aushänge oder halb aktualisierte Seiten im Netz zu verlassen.

Was ich stattdessen mache: kurz vor dem geplanten Besuch auf der Seite des Betreibers nachsehen oder telefonisch nachfragen. Zwei Minuten Aufwand, dafür kein verdorbener Nachmittag mit zwei enttäuschten Kindern im Schlepptau.

Horst-Dohm-Eisstadion bis wann geöffnet?

Der reguläre Betrieb läuft in der kalten Jahreszeit, typischerweise von November bis in den Frühling hinein. Eine konkrete Schlussstunde für einen einzelnen Tag lässt sich nicht pauschal nennen, weil sie an das jeweilige Saisonprogramm gebunden ist. Wenn Sie ausgerechnet am Abend hinwollen, prüfen Sie das vorher – das ist der klassische Fehler, den ich selbst zweimal gemacht habe.

Was passiert im Sommer?

Ehrlich gesagt: keine Eislaufbahn. Die Anlage ist für den Winterbetrieb gebaut, und wenn die Temperaturen steigen, wird die Fläche für andere Nutzungen gebraucht. Wer im Juli mit Schlittschuhen anrückt, steht vor verschlossenen Türen.

Was passiert im Sommer?

Das ist keine Schwäche, sondern logisch. Eine 6.000-Quadratmeter-Eisfläche das ganze Jahr über zu kühlen wäre ein absurder Energieaufwand. In manchen Jahren wurde der Außenbereich im Sommer für Inline- und Rollschuhlaufen genutzt – ein Detail, das viele nicht kennen und das die Anlage deutlich vielseitiger macht, als sie aussieht.

Wer im Sommer nicht auf Eis verzichten will, muss auf Hallen ausweichen, die ganzjährig betrieben werden. Die sind kleiner, oft teurer und an Wochenenden voll. Ich habe das ein paar Mal versucht und bin jedes Mal wieder zurückgekommen.

Preise, Einzelticket oder 6er-Karte: wann sich was lohnt

Hier wird es erfahrungsgemäß schwammig, weil die Tarife nicht überall tagesaktuell stehen. Ich nenne deshalb keine erfundenen Zahlen, sondern das Prinzip, nach dem es sich rechnet.

  • Einzelticket: sinnvoll für alle, die zweimal pro Saison ausprobieren wollen.
  • 6er-Karte: Die lohnt sich ab dem Moment, in dem Sie realistisch mehr als dreimal kommen. Und seien wir ehrlich – wer einmal mit Kindern dort war, der kommt wieder.
  • Saisonkarte: Sinnvoll für Stammgäste, die mehrmals pro Woche trainieren. Wer nur am Wochenende kommt, fährt mit der Mehrfachkarte meist günstiger.
  • Schlittschuhverleih: vor Ort verfügbar, inklusive Schärfdienst. Wer eigene Schuhe hat, spart sich das Anstehen – und das ist an vollen Tagen der halbe Besuch.

Was ich beim ersten Mal falsch gemacht habe: Ich bin davon ausgegangen, dass ein Ausleihservice an einem Sonntagmittag schon irgendwie funktioniert. Tat er, aber mit zwanzig Minuten Wartezeit. Eigene Schlittschuhe waren damals eine der besten Investitionen, die ich für diesen Sport getätigt habe.

Kartentyp Geeignet für Rechnet sich ab
Einzelticket Gelegenheitsbesucher —
6er-Karte Familien, regelmäßige Wochenendbesuche etwa vier Besuchen
Saisonkarte Stammgäste, Trainierende mehreren Besuchen pro Monat
Eisstockbahn (Miete) Gruppen, Firmenevents einem einzigen gemeinsamen Termin

Eisstockschießen: das Angebot, das die wenigsten kennen

Zwei eigene Bahnen für Eisstockschießen lassen sich mieten – privat oder für Firmenveranstaltungen. Ich habe das einmal mit einer Gruppe von acht Leuten ausprobiert und war überrascht, wie schnell aus „wir probieren das mal" ein ernsthafter Wettkampf wurde. Der Aufwand ist gering, der Spaßfaktor hoch, und für Teams, die mal etwas anderes machen wollen als Abendessen, ist das eine ziemlich gute Idee.

Eisstockschießen: das Angebot, das die wenigsten kennen

Was Sie wissen sollten: Das läuft nicht nebenbei. Solche Bahnen sind an guten Terminen früh ausgebucht, gerade in der Vorweihnachtszeit. Wer im Dezember kurzfristig anfragt, bekommt oft nur noch Restplätze an unattraktiven Uhrzeiten.

Renovierungen und die Frage, wann man wirklich hin kann

Die Anlage ist über fünfzig Jahre alt, und das bleibt nicht ohne Folgen. Immer wieder gab es Phasen mit Bauarbeiten an Bahn und Nebengebäuden, teils mit monatelangen Einschränkungen. Wer eine Saison im Voraus plant, sollte damit rechnen, dass sich Termine verschieben können.

Mein Rat: nicht auf Durchhalteparolen von vor zwei Jahren verlassen. Ein kurzer Anruf klärt mehr als jede Zusammenfassung im Netz. Klingt banal, hat mich aber schon vor zwei sinnlosen Anfahrten bewahrt.

Was Besucher am häufigsten fragen

Kann man Schlittschuhe vor Ort leihen? Ja, ein Verleih mit Schärfdienst ist vorhanden.

Gibt es Verpflegung? Ein Gastronomieangebot war über die Jahre nicht durchgehend in Betrieb. Wer empfindlich ist, nimmt sich etwas mit – das ist ohnehin praktischer, als sich auf Öffnungszeiten einer Imbissbude zu verlassen.

Ist die Bahn für Anfänger geeignet? Ja. Die große Ringbahn ist weitläufig genug, dass sich Anfänger und Schnellläufer nicht ständig in die Quere kommen – vorausgesetzt, man hält sich an die üblichen Bahnregeln.

Was bleibt

Es gibt in Berlin inzwischen einige glänzendere Eisflächen mit besserem Café und modernerer Technik. Das Horst-Dohm-Eisstadion gehört nicht dazu, und das ist auch nicht der Punkt. Der Punkt ist diese riesige, leicht angeraute Fläche, auf der man an einem Februarmorgen um neun Uhr seine Runden drehen kann, während draußen der Verkehr über die Forckenbeckstraße rollt.

Man muss dafür ein bisschen vorplanen. Anrufen. Den Kalender checken. Früh losfahren. Wer das einmal akzeptiert hat, bekommt einen Ort, der seit einem halben Jahrhundert ziemlich genau das tut, wofür er gebaut wurde – und das ist mehr, als man von vielen Bauten dieser Zeit sagen kann.

Und wenn Sie demnächst einen Vater sehen, der seinem Sohn die Schlittschuhe hinterherträgt: Das könnte ich sein. Ich hab's aufgegeben, mich zu beschweren. Es ist jeden Winter wieder dasselbe.

Antonia Jung

Antonia Jung

Antonia Jung arbeitet seit sechs Jahren als Journalistin mit den Themenschwerpunkten Baby-Erstausstattung, Babypflege und Gesundheit sowie Geschenkideen für Babys. In dieser Zeit hat sie über 200 Fachartikel verfasst, die sich unter anderem mit Sicherheitsstandards bei Babyprodukten, altersgerechter Pflege und entwicklungsfördernden Spielzeugen befassen. Ihre Berichterstattung stützt sich auf Recherchen bei Kinderärzten, Hebammen und unabhängigen Produkttestern.

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