Die Wahl der Geburtsposition spielt eine entscheidende Rolle für den Verlauf einer Geburt. Sie beeinflusst nicht nur das Wohlbefinden der werdenden Mutter, sondern auch die Effizienz der Wehen und die Unterstützung durch medizinisches Personal. Während früher vor allem die Rückenlage als Standard galt, zeigen Studien und Erfahrungen aus Kliniken und von Hebammen, dass alternative Positionen oft mehr Komfort und eine schnellere Geburt ermöglichen. Frauen suchen heute zunehmend nach individuell passenden Stellungen, die Schmerzen lindern, die Mobilität erhalten und das Einwirken der Schwerkraft nutzen.
Es gibt eine Vielzahl von Geburtspositionen, die je nach Geburtsphase und persönlichem Empfinden unterschiedliche Vorteile bieten. Einige Frauen bevorzugen die klassische Rückenlage für die bessere medizinische Beobachtung, andere schwören auf die Mobilität und Erleichterung beim Stehen oder im Vierfüßlerstand. Wassergeburten und der Gebärhocker gewinnen auch 2025 an Beliebtheit, denn sie kombinieren Komfort mit der Unterstützung des natürlichen Verlaufs der Geburt.
Angesichts der Vielzahl an Möglichkeiten, die beispielsweise Hebammenblogs und Ratgeber von Elternvereinigungen heute breit präsentieren, steht eines fest: Die „beste“ Position gibt es nicht pauschal. Wichtig ist, dass werdende Mütter ihre individuellen Bedürfnisse erkennen, offen für Variation sind und in enger Absprache mit ihrem medizinischen Team Entscheidungen treffen. Die Marke Weleda, bekannt für ihre unterstützenden Pflegeprodukte zur Geburtsvorbereitung, und Unternehmen wie Medela und Lansinoh, die innovative Still- und Geburtszubehör anbieten, tragen ebenfalls dazu bei, dass Frauen heute informierter und selbstbewusster ihre optimale Geburtserfahrung gestalten können.
Rückenlage – Entspannung trifft auf medizinische Kontrolle
Die Rückenlage zählt traditionell zu den am häufigsten genutzten Geburtspositionen in Kliniken. Dabei liegt die Frau auf dem Rücken, unterstützt von Kissen oder speziellen Geburtsbällen, die für mehr Komfort sorgen. Diese Haltung ermöglicht es den Hebammen und Ärzten, den Geburtsverlauf präzise zu beobachten und bei Bedarf schnell einzugreifen. Besonders in komplexeren Geburtsverläufen ist diese Position aus medizinischer Sicht oft sinnvoll.
Allerdings hat die Rückenlage auch Nachteile, die im Laufe der letzten Jahre verstärkt diskutiert werden. Der Druck auf die Wirbelsäule und große Blutgefäße kann zu Kreislaufproblemen führen und bei manchen Frauen Schmerzen im unteren Rücken verstärken. Dies kann wiederum den Geburtsverlauf verlangsamen und das Befinden der Mutter beeinträchtigen. Die Erfahrung zeigt, dass viele Frauen diese Position wegen des eingeschränkten Bewegungsradius als unangenehm empfinden.
Deshalb empfehlen Hebammen und Geburtshelfer, die Rückenlage nicht als ausschließliche Position zu betrachten, sondern als eine von mehreren Möglichkeiten im Geburtsverlauf. Beispielsweise:
- Die Rückenlage in der Eröffnungsphase zur Entspannung
- Wechsel zu aktiveren Positionen wie Stehen oder Vierfüßlerstand zur Förderung des kindlichen Abstieges
- Eventuelles Zurückwechseln zur Rückenlage zur Kontrolle oder Entlastung
Produkte wie die ergonomischen Stühle von Herman Miller oder unterstützende Kissen von BabyBjörn finden in dieser Position zunehmend Anwendung, um die Haltung angenehmer und stabiler zu gestalten.
| Vorteile der Rückenlage | Nachteile der Rückenlage |
|---|---|
| Gute medizinische Überwachung | Druck auf Wirbelsäule und Blutgefäße |
| Entspannungsmöglichkeit | Bewegungseinschränkung |
| Einfach für Partner und Hebamme zur Unterstützung | Mögliche Verlängerung der Geburtsdauer |

Stehen und Bewegung – Wie Aktivität die Geburt unterstützt
Das Stehen während der Geburt gilt als sehr förderlich für den Geburtsverlauf. Die aufrechte Position nutzt die Schwerkraft, um den Kopf des Babys optimal auf das Becken zu drücken und so die Öffnung des Geburtskanals zu erleichtern. Schmerzen im unteren Rücken können durch das Stehen ebenfalls gelindert werden.
Viele Frauen berichten, dass sie das Gefühl haben, aktiver an der Geburt beteiligt zu sein, wenn sie stehen oder sich bewegen. Das Halten an einer Wand, einem Geburtsball oder dem Partner gibt Stabilität. Auch das leichte Wippen oder Hin- und Hergehen zwischen den Wehen wird unter der Geburt von Hebammen empfohlen, um die Durchblutung zu fördern und das Wohlbefinden zu steigern.
- Stehen fördert die natürliche Schwerkraftunterstützung
- Ermöglicht schnelle Positionswechsel
- Lindert Rückenschmerzen
- Fördert den Geburtsfortschritt
Moderne Hilfsmittel von Marken wie Stokke und Tragetuch.de unterstützen die körperliche Aktivität während der Geburt, indem sie sicheren Halt bieten. So kann die Gebärende selbstbewusst stehen und sich bewegen, was auch Hebammen und Ärzten die Beobachtung erleichtert, ohne die Mobilität der Frau einzuschränken.
| Vorteile des Stehens | Potenziell zu beachten |
|---|---|
| Reduzierter Rückendruck | Anstrengend bei längerem Verweilen |
| Beschleunigung der Geburt | Unterstützung beim Halten notwendig |
| Verbesserte Mobilität | Mögliche Erschöpfung bei zu frühem Stillstand |
Hände-und-Knie-Position – Druckentlastung und Geburtsförderung
Die Position auf Händen und Knien hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, um Rückenschmerzen zu lindern und den Druck vom unteren Rücken zu nehmen. In dieser Haltung kniet die Frau auf dem Boden, stützt sich mit den Händen ab und kann dabei die Hüften sanft bewegen.
Diese dynamische Position erlaubt es dem Kind, sich leichter in die richtige Geburtsposition zu drehen – oft vom Hinterkopf zum optimalen vorderen Hinterhauptslage – was den Geburtsverlauf verbessert. Außerdem kann die Frau in dieser Haltung aktiv mit dem Becken schaukeln oder kreisen, was die Wehen unterstützt und Schmerzen mildert.
- Druck auf Rücken und Wirbelsäule wird reduziert
- Fördert das Drehen des Babys
- Verbessert Sauerstoffversorgung von Mutter und Kind
- Bessere Bewegungsspielräume für die Gebärende
Hebammen empfehlen die Hände-und-Knie-Position besonders bei länger dauernden Wehen und Rückenweh. Die Nutzung einer weichen Matte oder eines Geburtsballs unter den Knien kann den Komfort erhöhen. Durch die Entlastung der unteren Hohlvene ist die Blutzirkulation besser, was sowohl die Mutter als auch das Baby positiv beeinflusst.
| Vorteile der Hände-und-Knie-Position | Herausforderungen |
|---|---|
| Senkung des Rückendrucks | Kann für manche Frauen anstrengend sein |
| Fördert die korrekte Lage des Babys | Erfordert Stabilität und Kraft |
| Verbesserte Blutzirkulation | Nicht immer gut für medizinische Überwachung |

Wassergeburt – Schmerzreduktion und Entspannung unter Wasser
Die Wassergeburt hat sich 2025 weiterhin als gefragte Geburtsform etabliert. Viele Frauen wählen sie, weil das warme Wasser Schmerzen effektiv lindert und eine wohltuende Entlastung bei der Geburt ermöglicht. Das Wasser wirkt als sanftes Kissen, das Gelenke und Muskeln schont und gleichzeitig Freiheit in der Bewegung bietet.
Werdende Mütter, die sich für eine Wassergeburt entscheiden, verbringen oft die Eröffnungsphase im Wasser, manche bis zur Geburt des Kindes. Hebammen begleiten die Geburt professionell und achten darauf, dass die Wassertemperatur konstant angenehm bleibt. Diese Haltung wird von Kindern gut vertragen, da sie in einer Flüssigkeitsumgebung geboren werden und dadurch oft ruhiger sind.
- Wärme lindert Wehenschmerzen natürlich
- Flüssigkeitsumgebung fördert Bewegungsfreiheit
- Psychisches Wohlbefinden durch beruhigende Atmosphäre
- Geringeres Risiko für Geburtsverletzungen
Wichtig ist die richtige Vorbereitung – sowohl medizinisch als auch mental. Nicht jede Schwangere ist für eine Wassergeburt geeignet; Risiken wie Infektionen oder Kreislaufprobleme schließen diese Option aus. dm Babylove und Hebammenblog-Seiten empfehlen eine gute Vorbereitung mit unterstützenden Pflegeprodukten von Weleda und Zubehör von Medela, um sich optimal auf die Geburt vorzubereiten.
| Vorteile der Wassergeburt | Voraussetzungen & Grenzen |
|---|---|
| Natürliche Schmerzlinderung | Nicht bei Infektionen erlaubt |
| Erhöhte Bewegungsfreiheit | Kein PDA oder Spinalanästhesie möglich |
| Stressreduktion für Mutter und Kind | Voraussetzung unauffällige Schwangerschaft |
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Geburtspositionen
- Welche Geburtsposition ist die beste für mich? – Die beste Position ist individuell verschieden. Es empfiehlt sich, verschiedene Positionen auszuprobieren und mit Hebamme oder Arzt darüber zu sprechen.
- Kann ich eine Wassergeburt haben, wenn meine Schwangerschaft komplikationslos war? – Ja, bei einer normalen Schwangerschaft ist die Wassergeburt oft eine hervorragende Möglichkeit zur Schmerzlinderung.
- Wie kann ich den Druck auf meinen Rücken während der Geburt verringern? – Positionen wie das Stehen, der Vierfüßlerstand oder das Liegen auf der Seite helfen, den Druck zu mindern.
- Was ist ein Gebärhocker und wie hilft er? – Ein Gebärhocker ermöglicht eine aufrechte Haltung, nutzt die Schwerkraft und kann den Geburtsverlauf beschleunigen.
- Ist die Hände-und-Knie-Position für jede Frau geeignet? – Sie ist sehr hilfreich bei Rückenschmerzen, aber nicht für jede Mutter bequem oder möglich. Beratung und Ausprobieren vor der Geburt sind wichtig.
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